Biolandwirtschaft: Prinzipien und Anforderungen

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Biolandwirtschaft: Prinzipien und Anforderungen
Biolandwirtschaft: Prinzipien und Anforderungen
Biolandwirtschaft ist ein umfassendes Konzept für Anbau und Tierhaltung, das Umweltschutz, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Tierwohl und Rückverfolgbarkeit der Produkte verbindet. Der Verzicht auf synthetische Pestizide, Mineraldünger und gentechnisch veränderte Organismen bildet das Fundament.
Leitprinzipien
- Gesundheit: Böden, Pflanzen, Tiere, Menschen und der Planet sollen als ein Ganzes gesund gehalten werden
- Ökologie: Produktion orientiert sich an natürlichen Kreisläufen und unterstützt diese
- Fairness: faire Bedingungen für alle an der Produktion Beteiligten, einschließlich der Tiere
- Vorsorge: vorsorgendes Handeln schützt Gesundheit und Umwelt gegen Risiken, die noch nicht vollständig verstanden sind
Anforderungen im Anbau
Die Bodenfruchtbarkeit wird durch Fruchtfolgen, organische Düngung, Zwischenfrüchte und Gründüngung erhalten. Mineraldünger sind nicht zulässig, Kompost und Mist aus ökologischer Tierhaltung sind bevorzugte Mittel. Der Pflanzenschutz erfolgt vorbeugend durch Sortenwahl und Kulturmaßnahmen. Nur in genau definierten Fällen sind bestimmte Wirkstoffe zugelassen, die in der Anlage der Verordnung gelistet sind.
Anforderungen in der Tierhaltung
Tiere haben Zugang zum Freiland, ausreichend Platz und Einstreu. Die Fütterung erfolgt überwiegend mit betriebseigenem oder regional beschafftem ökologischem Futter. Vorbeugende Medikamentengaben sind untersagt. Bei Krankheit werden zunächst homöopathische oder pflanzliche Mittel eingesetzt, Antibiotika nur bei akuter Notwendigkeit und mit verlängerten Wartezeiten.
Umstellungsphase
Der Übergang von konventioneller zur biologischen Bewirtschaftung dauert in der Regel 24 Monate für einjährige Kulturen und 36 Monate für Dauerkulturen. Während dieser Zeit gelten die biologischen Anforderungen vollständig, die Produkte dürfen jedoch noch nicht als Bioware vermarktet werden. Erst nach Abschluss der Umstellungsphase ist die Zertifizierung als Biolebensmittel möglich.
Kontrolle und Zertifizierung
Jeder Biobetrieb wird mindestens einmal jährlich durch eine anerkannte Kontrollstelle auditiert. Zusätzlich erfolgen unangekündigte Kontrollen und risikobasierte Stichproben. Die Rückverfolgbarkeit wird durch Aufzeichnungen zu Saatgut, Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln, Futtermitteln, Erträgen und Verkäufen belegt.
Nutzen für den Betrieb
Bioware erzielt in den meisten europäischen Märkten einen Preisaufschlag gegenüber konventioneller Ware. Biobetriebe erhalten außerdem staatliche Förderungen als Ausgleich für den höheren Aufwand. Der Zugang zu Naturkostfachhandel und organisiertem Einzelhandel setzt das Zertifikat voraus.
Sistem Patent Kalite
Wir begleiten Erzeuger durch die Umstellungsphase, den Aufbau der Dokumentation und die laufende Zertifizierung. Unser Team koordiniert die Zusammenarbeit mit anerkannten Kontrollstellen und stimmt das Vorgehen auf den Zielmarkt ab.

















