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Barcodenummer erstellen: Aufbau und Vergabe einer GTIN

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Wie eine Barcodenummer aufgebaut ist

Eine Barcodenummer ist keine zufällige Ziffernfolge, sondern folgt der GS1-Systematik, die weltweit einheitlich angewendet wird. Die gebräuchlichste Variante im Einzelhandel ist die 13-stellige GTIN (Global Trade Item Number), die sich aus vier Bausteinen zusammensetzt: Länderpräfix, Firmennummer, Artikelnummer und Prüfziffer. Jede dieser Komponenten hat eine feste Funktion, und erst ihre Kombination ergibt einen scanbaren, eindeutigen Code für ein Produkt.

Die 13-stellige GTIN im Detail

Die GTIN-13 wird von links nach rechts gelesen. Das Länderpräfix steht am Anfang und zeigt an, aus welchem nationalen GS1-System die Nummer stammt. Darauf folgt die Firmennummer, die das Unternehmen identifiziert, dem der Nummernblock zugeteilt wurde. Anschließend kommt die Artikelnummer, die das Unternehmen selbst vergibt. Abgeschlossen wird der Code durch eine Prüfziffer, die vom Barcode-System automatisch berechnet wird und Lesefehler abfängt.

Länderpräfix

Das Präfix 869 kennzeichnet Barcodes, die über das türkische GS1-Büro vergeben wurden. Produkte mit diesem Präfix sind damit als aus dem türkischen System stammend erkennbar, unabhängig davon, wo sie später verkauft werden.

Firmennummer

Die Firmennummer wird dem Unternehmen bei der Registrierung zugeteilt. Ihre Länge richtet sich nach dem erwarteten Artikelvolumen: Je mehr Produkte ein Unternehmen führt, desto kürzer fällt der Firmenblock aus, damit genug Platz für die laufenden Artikelnummern bleibt.

Artikelnummer

Die Artikelnummer vergeben Sie selbst, üblicherweise beginnend mit 1 und fortlaufend. Jede Produktvariante (anderes Gewicht, andere Verpackung, andere Geschmacksrichtung) erhält eine eigene Nummer und damit einen eigenen Barcode.

Prüfziffer

Die Prüfziffer am Ende der GTIN wird nicht frei vergeben, sondern aus den vorherigen zwölf Stellen berechnet. Barcode-Software und GS1-Portale ermitteln sie automatisch, sodass Sie hier nichts manuell eintragen müssen.

Beispiel: GTINs für drei Produkte vergeben

Nehmen wir an, einem Unternehmen wurde die 9-stellige Firmenkennung 869XXXXXX zugewiesen. Das Unternehmen möchte drei Produkte mit eigenen Barcodes versehen: 1 kg Nudeln, 1 kg Reis und 1 kg Mehl. Jedes Produkt erhält eine fortlaufende Artikelnummer, die an die Firmenkennung angehängt wird. Die Prüfziffer ergänzt das System automatisch, sodass am Ende für jedes Produkt eine eindeutige 13-stellige GTIN vorliegt.

Ändert sich später die Verpackung, die Füllmenge oder die Rezeptur erheblich, wird eine neue GTIN vergeben. Die alte Nummer darf nicht mehrfach vergeben werden, auch nicht nach Auslaufen eines Produkts, da sie in Handelsketten und Bestandssystemen noch lange gespeichert bleibt.

Was bei der Nummernvergabe zu beachten ist

Die Artikelnummer vergibt das Unternehmen selbst, was Disziplin erfordert. Eine zentral geführte Nummernliste verhindert Doppelvergaben und spätere Korrekturen im Warenwirtschaftssystem. Typische Fehler sind: dieselbe GTIN für Produkte in unterschiedlichen Gebindegrößen, Wiederverwendung einer Nummer nach Produktauslauf oder eine Artikelnummer, die nicht in den zugeteilten Block passt. Jeder dieser Fehler führt früher oder später zu Kassendifferenzen, Rückweisungen durch den Handel oder doppelten Einträgen im GS1-Register.

Barcode-Registrierung und Beratung durch Sistem Patent Kalite

Sistem Patent Kalite begleitet türkische Unternehmen von der Erstbeantragung der Firmenkennung bis zur Vergabe der einzelnen GTINs. Wir prüfen, welche Präfixlänge für Ihr Produktportfolio sinnvoll ist, unterstützen bei der Strukturierung der Artikelnummern und stellen druckfähige Barcode-Grafiken bereit. Wenn Sie international liefern, achten wir auf die korrekte Zuordnung innerhalb des GS1-Systems, damit Ihre Produkte im Handel problemlos erfasst werden.

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