Die Entstehungsgeschichte von GLOBALG.A.P.

Leistungen in dieser Kategorie ▼
GLOBALG.A.P.
Wie GLOBALG.A.P. entstanden ist
GLOBALG.A.P. hat seinen Ursprung in einer Initiative europäischer Handelsunternehmen, die gegen Ende der 1990er Jahre gemeinsam mit großen Zulieferern und Supermarktketten nach einem einheitlichen Kontrollansatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse suchten. Die ursprüngliche Organisation trug den Namen Euro-Retailer Produce Working Group, kurz EUREP. Mit der Ergänzung um Good Agricultural Practice (GAP) wurde die Gruppe zunächst zu EUREPGAP. 2007 folgte die Umbenennung in GLOBALG.A.P., die den inzwischen internationalen Zuschnitt der Norm widerspiegelt. In der Europäischen Union ist die Zertifizierung heute für viele Frischwarenimporte faktische Vorbedingung.
Die inhaltliche Grundlage entstand aus zwei Quellen. Die erste ist HACCP als etablierter Rahmen für Lebensmittelsicherheit. Die zweite ist der ISO-Guide 65 beziehungsweise die später daraus hervorgegangene ISO/IEC 17065, die die Anforderungen an Produktzertifizierungsstellen beschreibt. GLOBALG.A.P. verband diese beiden Stränge zu einem landwirtschaftlichen Managementsystem und definierte eigene Regeln für Auditoren und Zertifizierungsverfahren.
Meilensteine der Norm
- 1999: 17 Einzelhändler etablieren ein unabhängiges Verifizierungssystem.
- 2000: EUREPGAP veröffentlicht den Standard für die Produktion von Obst und Gemüse.
- 2001: Akkreditierung nach ISO-Guide 65.
- 2003: Revision mit Erweiterung um Blumen und Zierpflanzen.
- 2004: Veröffentlichung der Module für Kaffee sowie für integriertes Aquakulturmanagement.
- 2007: Umbenennung von EUREPGAP in GLOBALG.A.P.
- 2011: Version 4 der Norm.
- 2013: Version 5 der Norm.
Nach 2013 hat die GLOBALG.A.P.-Organisation den Standard in mehreren Revisionszyklen weiterentwickelt. Die aktuell gültige Fassung wird auf der offiziellen Website der Organisation veröffentlicht und bildet die Prüfgrundlage für jedes laufende Zertifikat.
Dauerhafte Weiterentwicklung
GLOBALG.A.P. arbeitet nach dem Prinzip der fortlaufenden Verbesserung. Neue Erkenntnisse aus Handel, Produktion und Wissenschaft fließen regelmäßig in Überarbeitungen der Kontrollpunkte ein. Für zertifizierte Betriebe bedeutet das, dass jede Norm-Version im Folgeaudit die aktuelle Bezugsbasis wird. Sistem Patent Kalite verfolgt diese Revisionen und passt die Dokumentation in Kundenbetrieben rechtzeitig an, damit die Rezertifizierung ohne formale Überraschungen abläuft.

















