PAS 220: Was der Standard regelt

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PAS-220-Zertifikat
PAS 220: Was der Standard regelt
PAS 220 ist eine Publicly Available Specification, die von BSI (British Standards Institution) in Kooperation mit der Lebensmittelindustrie erarbeitet wurde. Der Standard definiert die betrieblichen Basisprogramme (Prerequisite Programmes, PRPs) für die Lebensmittelherstellung.
Einordnung
PAS 220 ergänzt ISO 22000 um die konkreten Anforderungen an Gebäude, Ausrüstung und betriebliche Abläufe. Die Kombination aus ISO 22000 und PAS 220 bildet den GFSI-anerkannten Standard FSSC 22000. Ohne PAS 220 wäre ISO 22000 in der Praxis schwer umsetzbar, weil die Detailvorgaben fehlen würden.
Regelungsbereiche
- Bauwerk und Betriebsgelände: Lage, Aufbau, Material, Instandhaltung
- Versorgungseinrichtungen: Wasser, Luft, Energie, Abfallentsorgung
- Ausrüstung: Eignung, Reinigbarkeit, Instandhaltung, Kalibrierung
- Reinigung und Desinfektion: Pläne, Mittel, Wirksamkeitsnachweise
- Schädlingsmonitoring: präventive Maßnahmen und Bekämpfung
- Personalhygiene und Einrichtungen für das Personal
- Nacharbeit: Handhabung, Rückverfolgbarkeit, Wiedereinsatz
- Produktrückruf und Rücknahme: dokumentierte Verfahren
- Lagerung und Transport: Hygiene, Temperaturkontrolle, Rückverfolgbarkeit
- Produktinformation und Kundenkenntnis
- Schutz vor absichtlicher Kontamination (Food Defense)
Auditierung
PAS 220 wird nicht eigenständig auditiert, sondern im Rahmen der FSSC-22000-Zertifizierung durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle. Das Audit erfolgt in zwei Stufen und prüft sowohl die Dokumentation als auch die tatsächliche Umsetzung.
Aktuelle Version
Die Veröffentlichung von PAS 220 erfolgte 2008, die Weiterentwicklung wurde in ISO/TS 22002-1 überführt. In der FSSC-22000-Welt werden beide Dokumente als inhaltlich gleichwertig behandelt.

















