Koscher und Halal: Die Unterschiede im Überblick

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Koscher-Zertifikat
Koscher und Halal: Die Unterschiede im Überblick
Koscher und Halal werden häufig in einem Atemzug genannt, weil beide Konzepte religionsgesetzliche Anforderungen an Lebensmittel formulieren. Sie unterscheiden sich jedoch in zentralen Punkten.
Schlachtung
Die jüdische Schechita und die islamische Dhabiha folgen ähnlichen Grundprinzipien, aber mit Unterschieden in der Ausführung. Bei Schechita muss der Schächter ein ausgebildeter Schochet sein, der Schnitt erfolgt mit einer speziellen Klinge und ohne Vorbetäubung. Bei Dhabiha ist ebenfalls ein ausgebildeter Metzger erforderlich, regional wird die Betäubung akzeptiert oder abgelehnt.
Zutaten
Koscher trennt Fleisch und Milch strikt, sogar bei Geräten und Aufbewahrung. Halal kennt diese Trennung nicht. Dafür ist Alkohol bei Halal grundsätzlich untersagt, bei Koscher hingegen zulässig, solange die Zutaten koscher sind. Gelatine, Enzyme und Aromen werden in beiden Schemata zurückverfolgt, die akzeptierten Quellen unterscheiden sich jedoch.
Aufsicht
Koscher verlangt die Beaufsichtigung durch einen Mashgiach und die Zertifizierung durch ein anerkanntes Rabbinat. Halal wird durch islamische Zertifizierungsstellen bestätigt, die nach anerkannten Scheme-Owner-Regeln arbeiten.
Praktische Konsequenz für den Betrieb
Wer beide Zertifikate anstrebt, kann die Trennkonzepte zusammendenken, muss aber die jeweilige Aufsicht separat organisieren. Sistem Patent Kalite hilft, parallele Projekte effizient aufzusetzen.

















