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Die Geschichte der ISO 16949 und der Qualitätsstandards der Automobilindustrie

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ISO 16949 und die Entstehung der Qualitätsmanagementsysteme der Automobilindustrie

Zur Geschichte der ISO 16949 und der Qualitätsstandards der Automobilindustrie: Seit den frühen 1900er-Jahren prägt die Automobilindustrie dank der von Henry Ford weiterentwickelten Konzepte der Massenfertigung die weltweite Produktionspraxis. Am Anfang reichten die mit Handarbeit und breit aufgestelltem technischen Fachwissen (Elektrik, Mechanik, Hydraulik) erreichten Stückzahlen nicht einmal für die lokale Nachfrage. Da qualifizierte Fachkräfte knapp waren, blieben die Stückzahlen gering, und die Bauteile, die eigentlich gleich hätten sein sollen, mussten wegen Abweichungen fast immer zusätzlich nachbearbeitet werden, bevor sie verbaut werden konnten. Das senkte die Produktionsgeschwindigkeit spürbar und sorgte zusätzlich dafür, dass auch Ersatzteile in der Werkstatt nicht ohne Zusatzarbeit verbaut werden konnten.

Mit den weiterentwickelten Konzepten in der Automobilindustrie wurden Produktionsschritte so strukturiert, dass sie auch von weniger spezialisierten Fachkräften ausführbar waren, die Produktionsgeschwindigkeit wurde auf die hohe Nachfrage ausgerichtet, und über ingenieurmäßige Vorgaben und Toleranzen wurden Bauteile serientauglich und werkstattgerecht. Dahinter standen klare Disziplinen: Vorabplanung, dokumentierte Beschreibungen und technische Zeichnungen, geometrische Toleranzen und strikte Produktions- und Messvorgaben für Bauteilvarianzen. In der Automobilindustrie wurde die Frage, wie ein Qualitätsmanagementsystem aussehen muss, das alle Hersteller akzeptieren, über Jahre diskutiert. Weil ein länderübergreifendes Managementsystem für die Automobilindustrie zunächst fehlte, entwickelten die Länder ihre eigenen Qualitätssysteme.

In Deutschland war 1991 das Qualitätsmanagementsystem VDA 6.1 in Kraft. Später entwickelten General Motors, Chrysler und Ford das System QS 9000. Italien brachte AVSQ und Frankreich EAQF hervor. Insbesondere Zulieferer standen lange ohne klare Orientierung da, welches Qualitätssystem und welche Zertifizierung sie umsetzen sollten. Viele Zulieferer, die sich an die Originalhersteller oder die Exportmärkte anpassen wollten, erlangten zunächst die ISO 9001 Grundlage und strebten dann QS 9000 oder VDA 6.1 an. Die Vielfalt an Zertifizierungen und Audits führte bei den Zulieferern zu erheblichen Kosten und zu dauerhafter Auditbelastung. Weil das ein zentrales Anliegen der Zulieferbranche war, wurde die Forderung nach Harmonisierung und weniger Audits stark. Die Unsicherheit rund um Harmonisierung und Grundsatznormen spitzte sich vor allem zwischen Amerika und Europa zu. Deutschland (VDA) akzeptierte das amerikanisch geprägte QS 9000 nicht, man wollte die eigenen Vorgaben etablieren. Auf Initiative der Zulieferer entstanden Arbeitsgruppen, die eine international getragene, branchenspezifische Norm für die Automobilindustrie erarbeiten sollten. VDA 6.1 und QS 9000 fanden weiterhin nicht zusammen, beide akzeptierten jedoch ISO/TS 16949.

Die Erwartungen der Originalhersteller an ihre Zulieferer reichen von kompromissloser Einhaltung der Spezifikationen über Just-in-Time-Lieferungen und kurze Durchlaufzeiten bis hin zu stabilen Kosten. All das wurde durch ein koordiniertes Managementsystem möglich, das schlanke Betriebsabläufe, klare Produktionsanforderungen, die Reduzierung von Unternehmenskosten und Risiken sowie die Minimierung von Variabilität und Ausschuss in jeder Phase zur Norm machte. In dieser Logik bündeln Qualitätsmanagementsysteme Entwicklung, Produktion und Nachproduktionsprozesse systematisch. Hersteller von Automobil-Bauteilen und -Dienstleistungen müssen nachweisen, dass sie ein Managementsystem etabliert haben, das alle Qualitätsanforderungen und Kundenforderungen abdeckt. Zu den Qualitätsstandards der Branche gehörten ISO/TS 16949:2002 und QS 9000:98. Da QS 9000 Ende 2006 auslief, ist heute ISO/TS 16949 die maßgebliche Norm.

Die Entstehung des Qualitätsmanagementsystems der Automobilindustrie in der zeitlichen Abfolge:

  • 1963: MIL-Q 9858A (US-Militär)
  • 1965: General Motors Qualitätssicherungsnorm
  • 1969: DEF-Normen
  • 1974: AQAP-Verteidigungsnormen
  • 1979: BS 5750
  • 1981: Ford Q101
  • 1983: Chrysler Qualitätssicherung
  • 1987: ISO 9000 Reihe
  • 1994: Juli - ISO 9000 Revision
  • 1994: August - QS 9000
  • 1995: QS 9000 - zweite Ausgabe
  • 1998: QS 9000 - dritte Ausgabe
  • 2000: Veröffentlichung der ISO 9000:2000 Reihe
  • 2002: Veröffentlichung der TS 16949:2002
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