Neue Arbeitsschutz-Norm: ISO 45001
Mit dem Abschluss der laufenden Arbeiten wird OHSAS 18001 durch ISO 45001 abgelöst. Die neue Norm soll die Arbeitsschutzbedingungen verbessern und Vorfälle am Arbeitsplatz verringern. Die offizielle Veröffentlichung wird in den kommenden Tagen erwartet.
Die Internationale Arbeitsorganisation berichtet, dass alle 15 Sekunden eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit ums Leben kommt. OHSAS weicht nun nach überarbeiteten Festlegungen der ISO 45001. Um diese Zahlen rasch zu verbessern, ist ein einheitliches internationales Modell von hoher Bedeutung. Die neue ISO-Norm sieht vor, das Niveau von Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in den betroffenen Arbeitsbereichen über verbindliche politische Entscheidungen, Prozesse und Ziele anzuheben. Zu den Anforderungen gehört, mögliche Gefahren in allen Arbeitsbereichen zu ermitteln und durch geeignete Koordination entweder zu beseitigen oder auf ein unbedenkliches Niveau zu senken. Das neue System soll Beschäftigte aktiv einbinden und bei der Identifikation möglicher Risiken unterstützen.
ISO 45001 eröffnet Unternehmen über viele Einzelfaktoren neue Möglichkeiten. Zu den Wirkungen zählen geringere Aufwände für Unfallfolgen, weniger Verzögerungen, niedrigere Versicherungskosten sowie spürbare Verbesserungen bei Fehlzeiten und Fluktuation.
Neben den internen Vorteilen gewinnen Unternehmen, die ein internationales Managementsystem erfolgreich einführen, deutlich an Image. Dazu gehören der Markenwert, das öffentliche Auftreten der Organisation, die Übernahme von Verantwortung für Arbeitsschutz durch die Stakeholder und die Leistungsberichterstattung.
Die neue Norm rückt auch Themen des Arbeitsschutzes weiter nach vorn. Langfristige Einwirkungen von Lärm, Staub und Vibration gehören zu den zentralen Ursachen von Berufskrankheiten. Mit dem durch die Norm geschärften Bewusstsein lassen sich lärmbedingter Hörverlust, berufsbedingte Atemwegserkrankungen und vibrationsbedingte Knochen-, Muskel- und Gelenkerkrankungen analysieren, beobachten und gezielt reduzieren. Das trägt zu einem gesünderen Arbeitsumfeld bei.
Das übergeordnete Ziel der überarbeiteten Norm besteht darin, Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zu verhindern und das Niveau von Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz anzuheben.
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